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Die Votivkapelle auf dem Friedhof von Konnersreuth dokumentiert die anhaltende Verehrung der Therese Neumann.            Foto: Setzwein

 
Nächste Setzwein-Premiere in Sicht
Stück über Resl von Konnersreuh / Landestheater Oberpfalz plant Uraufführung für den 14. März 2019 

Gerade eben erst ist mit großem Erfolg die Aufführungsserie von Bernhard Setzweins "bayerischer Staatskomödie" um Femma fatale Lola Montez in Vilseck zu Ende gegangen (Näheres dazu siehe
hier), da kündigt sich schon die nächste Uraufführung an. Wieder steht eine außergewöhnliche Frau im Mittelpunkt, die allerdings im denkbar größten Gegensatz zu Lola Montez steht. 

"Resl unser" lautet der Arbeitstitel des neuesten Stückes von Bernhard Setzwein. Es ist das "Stück vom Film zum Fall des Konnersreuther Mirakels" wie es im Untertitel heißt. Denn ein erstaunliches Detail aus der Gechichte um die stigmatisierte Therese Neumann aus einem kleinen Oberpfälzer Dorf bildet den Rahmen des Stückes.

Es ist 1927 und für Max Reinhardt wird die Luft dünner. Der jüdische Theaterimpresario mit Theatern in Berlin und Wien möchte sich am Vorabend der Naziherrschaft vorsichtshalber ein künstlerisches Standbein in Amerika aufbauen, und was wäre da besser als ein Stummfilm in Hollywood? Es entsteht der Plan, das Mirakel der „Leidensblume von Konnersreuth“ zu verfilmen. Die größten Berühmtheiten der 1920er Jahre sollen daran beteiligt sein: neben Reinhardt selbst als Regisseur wird Hugo von Hofmannsthal als Drehbuchautor verpflichtet und der Stummfilmstar Lillian Gish soll die Oberpfälzer Bauerstochter spielen. Gish macht sich sogar auf die Reise von Hollywood nach Konnersreuth, um der Resl – streng überwacht von katholischen Würdenträgern – einmal leibhaftig gegenüber zu stehen.

Unsre Resl wird so nach und nach zu „Resl unser“, zu einem Stoßgebet, das jede Partei aus anderen Gründen gen Himmel schickt: Strenggläubige sehen mit der Stigmatisierten einen Gottesbeweis erbracht, Reinhardt vergleicht das Geschehen mit allergrößter Schauspielkunst und Hofmannsthal erwartet ein nettes Sümmchen an Filmtantiemen. Und Resl selber? Entzieht sich den Zugriffen und restloser Erklärbarkeit, indem sie eben nicht unsere Resl ist, sondern ein Rätsel und ein Faszinosum.

Terminiert ist die Uraufführung dieser Auftragsarbeit für das LTO auf den 14. März 2019. Verfolgen Sie alles Nähere und den weiteren Fortgang der Ereignisse auf der Homepage des Landestheaters Oberpfalz hier.