Regisseur Marc Bouvet (re.) als Bischof Konrad von
Regensburg zusammen mit Kaiser Barbarossa (Heinz
Schmidt) und einem Kreuzfahrer (Christian Domeier)
Foto: Hans Weitz
 
 
 
"Steiner Spiele 2004" waren ein voller Erfolg

Über 5000 Zuschauer haben im Sommer 2005 die Aufführungen der "Steiner Spiele" auf der Burg Stein an der Traun gesehen. 500 Premierenzuschauer hatten am Pfingstsamstag die ausverkaufte Uraufführung von Bernhard Setzweins Freilicht-Theaterstück "Sahira oder Heinz vom Steins Fahrt ins Morgenland" erlebt - und bejubelt. "Um es gleich vorwegzunehmen", schrieb die "Chiemgau-Zeitung", "Bernhard Setzwein, erfahren in Freilichtspielen, ist ein Volltreffer gelungen." "Minutenlanger, tosender Schlußapplaus", so der "Traunreuter Anzeiger", stand am Ende einer rundum gelungenen Inszenierung, bei der rund 100 Laiendarsteller mitwirkten, sowie ein Chor, eine Musikgruppe und die tschechische Profi-Stuntmengruppe "Burdyri". Das für die Region Traunstein erscheinende "Wochenblatt" meinte, die Steiner Spiele stießen dieses Jahr mit "Sahira" "in völlig neue Dimensionen vor": "ein wahrhaft spektakuläres Feuerwerk an bildkräftigen Einfällen und Überraschungsmomenten, Stilmitteln, absurden Verfremdungen, philosophischen Reflexionen und slapstickhafter Situationskomik."

Das Stück rund um den dritten Kreuzzug unter Leitung von Kaiser Barbarossa 1189 sei nicht als historisches Stück zu verstehen, bemerkte der "Neue Tag" in Weiden, sondern als "eine Allegorie auf die Sinnlosigkeit aller Kriege". "Mit viel Esprit geschrieben, ist 'Sahira' eine gelungene Mischung mit volkstümlichen, absurden, philosophischen und komödiantischen Elementen." Und die "Chiemgau-Zeitung" meinte: "Glänzend die Idee, im Himmel einen muslimischen Engel auf die Helden warten zu lassen, die sich unter der heißen Sonne der Morgenlandes gerade die Köpfe gespalten haben."

Bei dem "opulenten Freilufttheaterspektakel" handle es sich "um eine Komödie mit tragischen Elementen", schrieb die "Passauer Neue Presse", "in der es Setzwein wunderbar gelingt, gut recherchierte historische Gegebenheiten mit Fantasie- strängen und aktuellen Bezügen zu verweben." "Wesentlich dafür verantwortlich waren der französische Regisseur Marc Bouvet und sein Assistent Robert Schröder (der auch noch in hinreißender Manier die Rolle des Knappen Kunz meisterte)." Der Autor jedenfalls konnte rundum zufrieden sein - auch mit der Unterstützung der surrealen Wirkung des Stückes durch die Musik von Heinz Lichtmannegger, bei der Harfen- und Xylophonklänge mit E-Gitarre und Schlagzeug kombiniert wurden. Der "Traunreuter Anzeiger" hatte jedenfalls beim Schlußapplaus beobachtet: "Autor Bernhard Setzwein fiel Regisseur Marc Bouvet spontan um den Hals: 'Er hat das Stück so umgesetzt, wie ich es mir erträumt habe.'"