Karl Winkler als jüdischer Kommerzienrat Lehmann und Stephanie Mechenbier als Hanni in der Inszenierung von "Watten Wagner Wichs" durch die Gruppe "Theaterburg" in Burghausen.
 
 
 

"Watten Wagner Wichs" in Burghausen aufgeführt

Unter der Regie von Marc Bouvet hatte am 13. Februar 2005 Bernhard Setzweins Stück "Watten Wagner Wichs" Premiere in der "Theaterburg" in Burghausen. Die sehr engagierte Laienspielgruppe mit Stephanie Mechenbier als "Hanni", Robert Marchner als "Schegl", Karl Winkler als "Kommerzienrat Lehmann" und Walter Hauschild als "Karl" lieferte eine rundum gelungene und überzeugende Inszenierung ab. Die "Passauer Neue Presse" meinte dazu: "Was für ein Glücksfall, daß Bernhard Setzwein und Marc Bouvet bei den Steiner Spielen 2004 sich kennengelernt haben, und der Regisseur [...] den Schriftsteller gefragt hat, ob er nicht noch ein Stück hätte. Setzwein hatte, und was für eins. Ein zeitlos gültiges." Zündende Regieeinfälle sorgten dafür, heißt es weiter, daß das Spiel nie statisch werde, daß vielmehr der absurde Charakter dieser bitterbösen Farce zum Vorschein komme. Die Überschrift der Premierenbesprechung hieß denn auch folgerichtig: "Das Lachen bleibt im Halse stecken."

Ebenfalls sehr angetan zeigte sich der "Burghauser Anzeiger". Angesichts immer dreister auftretender Nazihorden hält Bernhard Furtner das Stück für eine "geradezu literarische Notwendigkeit". Die Umsetzung in Form von "Bewegung, Licht und Pro- jektionen mit authentischen Bildern aus den 30er Jahren" hält er für sehr gelungen, die Darstellung vor allem der Nazi-Figuren für "horrormäßig gut gespielt". "Immer wieder wird das vordergründig komödiantische Element durchdrungen von der drastischen Thematik."

Bilder der Inszenierung siehe hier.

Nachlesen läßt sich das Stück in der Buchausgabe der edition lichtung. Siehe auf dieser Homepage unter dem Link
die Bücher.